Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Wise Guys Homepage
   Wise Guys Forum



http://myblog.de/dellargo

Gratis bloggen bei
myblog.de





Weimarer Zwiebelmarkt – 9.10.2008 – 12.10.2008

Wie lässt sich das Wochenende am besten zusammenfassen? Nun, es gibt sieben Grunderkenntnisse, die ich einem Bericht an den Anfang stellen möchte, sozusagen als magische Zahl dieses Wochenendes.

 

  1. Linedancer können sehr peinlich sein.
  2. Ältere Herren an Bahnhöfen sind mitunter äußerst dreist.
  3. Fahrkartenautomaten der Bahn stehen zwar überall, funktionieren aber nie, wenn man es eilig hat.
  4. In überfüllten Zügen zu fahren ist ziemlich unangenehm.
  5. Es ist kein Problem zu einer a-Cappella-Band zu gehen, die man überhaupt nicht kennt.
  6. Es ist auch kein Problem zu zwei Konzerten in drei Stunden zu gehen.
  7. Lässt man sich eine CD signieren, muss man immer genau dazu sagen, wie der eigene Name geschrieben wird.


Wem das schon genug war, der sollte hier nicht weiterlesen. Wer Genaueres wissen möchte, findet hier einen detaillierten Bericht (erstmal nur) über die muSix-Konzerte am 12.10. (darauf beziehen sich Erkenntnisse 4 – 7). Beiden Parteien wünsche ich viel Spaß!

 

 

muSix 12.10.2008 13.00 Uhr und 15.00 Uhr


Gegen 12.30 Uhr begannen die Jungs auf dem Herderplatz den Soundcheck mit „Der blaue Planet“ von Karat. Dabei wurde darauf verwiesen, dass sie erst 13 Uhr richtig singen und dann auch in „Bühnen-Outfits“ erscheinen würden. Bzw. nackt, aber das gäbe es dann vielleicht erst am Frauenplan wo sie 15.00 Uhr nochmal singen ;-).

Es ging dann nicht 13.00 Uhr los sondern erst 13.06 Uhr. Da es mein erstes muSix-Konzert war und ich vorher noch nie eine CD gehört hatte, fällt es mir nun ein wenig schwer, genaue Titelbenennungen vorzunehmen (und bitte diesbezüglich die muSix-Vertrauteren um Kommentare im Blog-Gästebuch).

Ich nenne daher die Lieder, die mir vom Herderplatz noch einfallen. Los ging es definitiv mit „Wir fahr´n übers Meer“ ( „Wir fahr´n, fahr´n, fahr´n der Sehnsucht hinterher“ ).

Björn stellte danach die Band vor und machte das Publikum erstmal mit den wichtigsten Grundzügen der a-Cappella-Musik vertraut. Man nutzt dafür nämlich keine Instrumente. Also wäre es gar nicht schlimm, dass die nicht mit in den ICE gepasst hätten ;-).

Im Moment beschäftigen sie sich mit Ostrock und haben beim Wühlen in den Plattenschränken ihrer Eltern einige Raritäten entdeckt, von denen sie es sehr schade fänden,

wenn man diese Lieder nicht mehr hört. So bringen sie das uns wieder näher.

Dieser Ansage folgte ein Ost-Medley. Bei „Sieben Brücken“ verließen die muSix die Bühne und danach sang André „Nie nie zuvor, hab ich dir so sehr vertraut…“ einer Frau mit Digitalkamera in der ersten Reihe zu. Bei „… nie nie zuvor, hab ich so auf dich gebaut“, kniete er sich vor ihren Mann/Freund/Begleiter/Was-auch-immer :-D.

Nach dem Medley erkundigten sich die fünf, wer erwartet hätte, dass das Wetter noch so schön werden würde. Die meisten Leute glaubten, es würde wieder so werden wie am Samstag, ein fast genauso großer Anteil gab an, das bezweifelt zu haben und einige hatten keine Meinung. Dann wollten sie auch noch wissen ob Weimar eine sehr musikalische Stadt sei, wie man es bisweilen hört (da habe ich mich zurückgehalten, ich bin ja schließlich Jenenserin). Darauf folgte laut meiner Fotos ein Lied, das Stefan sang, ich weiß aber nicht mehr, welches, möglicherweise „Irgendwann werd ich mal...".

Dann erklärte Patrick die Arbeitsweise des kleinen Geräts, das mit auf der Bühne lag. Er hätte Leute gesehen, die die Stirn runzeln, ob sie wirklich alles live machen. Vor allem Bass und Schlagzeug klingen so, als kämen sie vom Band. In Wirklichkeit singen sie alles selber, haben sich aber eine kleine Hilfe geholt. Dieser kleine technische Zusatz merkt sich alles, was Patrick ihm „vorsagt“. Das demonstrierte er auch sofort mit einem Stückchen Vocal-Percussion, um dann dem Gerät seinen eigenen Applaus zu bescheren :-P. Die Fähigkeit sich zu merken, was er sage, dies zu wiederholen und dann auch damit aufzuhören, wenn er es möchte, vermisst Patrick in seiner eigenen Beziehung *g*.

Von der neuen CD „Heute wie neu“, für die Patrick und Björn fleißig Werbung machten, hörten wir unter anderem auch ein Solo-Stück (im Original von Manfred Krug), gesungen von Patrick. Am Anfang gab es geringfügige Irritationen auf der Bühne, in welcher Tonart der Song vorzutragen sei. Schließlich ließ man das Publikum abstimmen und der größere Teil (ich auch ^^) stimmte für G-Dur. Also begannen sie das Intro in G und Patrick vermasselte prompt den Anfang, indem er selbst in einer ganz anderen Tonart anfing. Daraufhin fragte Stefan: „Wer war hier nochmal alles für G?“ Tja, egal :-P. Noch einmal wurde angefangen und dann klappte auch alles.

Versungen wurde sich im Folgenden nicht mehr, allerdings munter versprochen. „Wir sehen uns dann am Pflau – äh Frauenplan. Pflaumenplan… auch sehr originell. Ihr könnt dann mit uns mitkommen, wir singen auch ein ganz anderes Programm, keinen Song nochmal.“

Das war nicht vollkommen die Wahrheit ;-). Das letzte Lied zumindest, „Cola-Wodka“, hörten wir nicht doppelt.

Davor erklärte Björn noch, dass der Plattenvertrag für „Heute wie neu“ nur unter einer bestimmten Bedingung zustande gekommen sei – nämlich dass sie ein Stück mit auf die Platte nehmen mussten, das sie eigentlich gar nicht mochten. „Kling Klang“ folgte, was die Leute schon an den ersten Takten erkannten. Hier sind kleine Scherze eingebaut, z.B. dass die anderen vier, wenn Stefan singt, auch was zu tuen bekommen, indem sie Textschilder hochhalten dürfen ^^. Das begeisterte die Zuschauer. Sehr schön fand ich, als dann Stefan auch ein Textschildchen mit „Klatschen“ in die Hand bekam, worauf die anderen vier „auf – 2 -  und -  4“ bildeten ;-). Das sprach mir wirklich aus der Seele. Nach dem Lied machte uns Björn darauf aufmerksam, dass es ja schön sei, dass uns das Lied gefalle, wir aber trotzdem nichts daran ändern könnten, dass es keinem von ihnen gefiele. Darauf folgte der Einwurf von André von hinten: „Doch, mir!“

Auf dem Herderplatz gab es noch folgende Lieder, die ich nicht mehr genau in den Ablauf einordnen kann: Vom neuen Album war „Viel zu weit“, „Wand an Wand“, „Wenn ein Mensch lebt“ und „Der Blaue Planet“ dabei. Zwei Songs waren auch von André selbst geschrieben, einer davon (Das Tier) von Stefan performt, der andere von ihm selbst („Space Captain“(?)). Außerdem sangen sie „Nach Süden“, was wir am Frauenplan noch einmal hören sollten.

 

Szenenwechsel. Ich hatte mir viel Zeit gelassen und kam halb drei am Frauenplan an. Dann kaufte ich mir noch was zu essen. Die Bühne dort war erheblich kleiner und schön rund, wie ein Pavillon ;-). Gegen 14.45 Uhr begannen die muSix auch hier den Soundcheck, diesmal mit „Kling klang“. Das klang schon mal viel besser als am Herderplatz… nicht so laut und viel besser harmonierend. Stefan witzelte, indem er den Text für den Anlass ein wenig überarbeitete: „An der Westküste dann die Promenade runter, wo schon der Soundcheck wartet: „Guten Tag, zweimal bis nach Feuerland bitte!“ Der Soundcheck ist leicht entartet. Soundcheck, Soundcheck…“ :-D

Hier ging es, wieder verspätet (laut Handy-Kamera 15.12 Uhr) und in Bühnenklamotten (;-)) los mit „Bataillon D`Amour“. Danach entwickelte sich der Insider zwischen den Jungs und dem Publikum: Sagte einer von ihnen „Hallo Weimar!“ war es unsere Aufgabe geschlossen„Hallo muSix!“ zu antworten. Denn das seien sie, die muSix aus Berlin.

Schon mit dem zweiten Lied brachen sie das Versprechen vom Herderplatz (oder vielleicht hatte ich da ja auch nur was falsch verstanden ^^). Zumindest kam nochmal „Nach Süden“ von Lift (was übrigens eine alte Band ist, und nichts mit der Apfelschorle zu tuen hat *g*).

Dann folgte erneut „Kling Klang“. Und trotz Textschildern klatschten am Anfang noch Leute auf 1 und 3… ts ts ;-). Auch „Der blaue Planet“ hörten wir noch einmal.

André wendete sich schließlich an die Damen im Publikum, was diese darüber denken, mit einem Mann eine längere Beziehung zu führen, vielleicht sogar mit Ringen. Irgendwann würde er sich doch dann abnutzen. Reaktion eines Mannes aus dem Publikum: „Der Ring!“ André: „Nicht der Ring. Der natürlich auch. Aber der Mann.“ Dann schaffte er mit dieser Beziehungs-Ansage die Kurve zum Song – eine solche Beziehung hat man nämlich auch zu Liedern. Irgendwann gefällt einem ein Song nicht mehr. Und so ging es ihm auch mit dem, den sie nun singen wollten und den sie deshalb bearbeitet hatten – „Als ich fortging“.

Patrick stellte auch hier ihr kleines Gerät vor, dass sich die Percussion merkte und präsentierte ein paar Stücke später wie eigentlich das Mundschlagzeug geht, was bei den Zuschauern zu äußerster Erheiterung führte und für ihn eine Menge Applaus brachte (den Till mit Handzeichen zu unterbinden suchte ^^).

Die muSix bezogen das Publikum viel mehr ein und die Stimmung wurde auch besser. Einmal mussten wir mitsingen… aber ich kann mich bei bestem Willen nicht mehr daran erinnern, wie das Lied hieß. André drohte auch zwischendurch ständig, einzelne Leute zum Singen auf die Bühne zu holen, während Stefan „die Menschen mit den Weingläsern an den Biertischen“ beschimpfte, die einfach nicht mitsingen wollten ^^.

Bei der „Eisdame“ wurde dann den Weimaranern auch noch zugeschrieben besonders rhythmisch begabt zu sein. Da musste ich mich wieder raushalten :-D. Die Frau neben mir machte zuerst das „bao“ sehr „schön“ laut nach, aber viel zu spät. Daraufhin meinte Stefan, jemand müsste der Dame mal einen Wein ausgeben. Beim nächsten Nachsingen machte die Frau genau dasselbe und diesmal war die Reaktion der muSix: „Ohje, du bist aber nicht von hier, oder?“ Das war sehr amüsant :-D. Nach dem Song verkündeten sie, wir würden zur Top Five gehören und sie würden einige von uns gern mal auf Tour mitnehmen.

Auch das Ost-Medley gab es nochmal und mehrere Lieder der neuen CD, die übrigens 16 Titel hat, und die es zum Schluss für 15 Euro an der Bühne zu erwerben gab (ein Titel kostenlos, damit man besser ausrechnen kann, wie viel die einzelnen Titel kosten ;-)).

 

Ich dachte mir, da ich dieses Wochenende auf drei Konzerten an zwei Tagen war, die alle kostenlos waren, sollte ich mein gespartes Geld nochmal sinnvoll anlegen. Ich ließ es also bei den muSix und nahm im Tausch dafür von Björn einmal die CD entgegen, die ich noch signieren ließ. Als Stefan mich fragte, für wen denn die CD sei, vergaß ich, nochmal zu sagen, dass ich zusammen geschrieben werde. Lustigerweise setzte er nach dem Namen-Schreiben gleich den Stift ab und meinte:

„Oh, jetzt habe ich das zusammengeschrieben… das ist bestimmt falsch, oder?“

Ich: „Genau! Ist aber nicht schlimm.“

Patrick (oder Till ^^?): „Immerhin ist es jetzt richtig falsch.“

Dann richtete ich noch die Grüße aus, die ich überbringen sollte, wurde beauftragt, zurückzugrüßen, und verabschiedete mich mit der Information, dass es am Frauenplan viel besser geklungen hatte als auf dem Herderplatz. Daraufhin meinte Till, sie seien eben doch für Kleinkunstbühnen geschaffen.

 

Dann ging´s wieder zum Bahnhof und in einen so überfüllten Zug, dass sich die Abfahrt um mindestens fünf Minuten verspätete, weil einige unbelehrbare Leute noch in den Türen stehenblieben um vielleicht doch reinzukommen. Zum Glück ist die Strecke Weimar – Jena nur 14 Minuten Fahrt… leider gibt es ja in so einem Zug keine Fenster, die man öffnen könnte. Man hätte fast einen Sauna-Aufpreis verlangen können. Irgendwie war ich dann auch froh, wieder zuhause zu sein ;-).

 

So, dieser Bericht ist beendet und doch etwas länger geworden. Ich hoffe, ich habe alles richtig wiedergegeben - und inzwischen kann ich langsam sogar die Namen der muSix-Sänger *g*.

Vielleicht stelle ich in den nächsten Tagen noch ein Stückchen über das Konzert der Foxtower Bluegrass Band vom 11.10. voran, wenn ich es schaffe. Ich hoffe, diejenigen, die bis hier her gelesen haben, haben sich nicht zu sehr gelangweilt ;-).

 

Für die, die es noch interessiert: Hier (http://picasaweb.google.de/DelLargo/MuSix12102008#) findet ihr Bilder (leider nur Handy-Fotos) von beiden Konzerten. Ich weiß grade nicht, wie man das verlinkt :-D. Das Recht auf die Digitalkamera hatten meine Eltern, die heute morgen in den Urlaub losgefahren sind.  

 

13.10.08 00:56
 


Werbung


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Krichy (30.10.08 08:24)
Endlich :-)

Dann mach ich mich mal ans Ergänzen... und wenn ich nix sage, dann haste das halt schon wunderbar selber hinbekommen ;-)

- ein Solo-Stück (im Original von Manfred Krug), gesungen von Patrick.
->Das heißt "Du bist heute wie neu"
(Und bei dem Lied gibts immer wieder Irritationen :-D Ich hatte bis jetzt Tempofindungsschwierigkeiten beim "Beatboxeinsingen",Textteile aufm Loop und n kaputten Loop... Machen die das eigentlich mit Absicht? *g*)

- Einmal mussten wir mitsingen… aber ich kann mich bei bestem Willen nicht mehr daran erinnern, wie das Lied hieß
-> Das wird dann wohl "Tagesreise" gewesen sein... deiner Beschreibung nach. Hat Weimar nun Dresden geschlagen, was die Musikalität angeht?


So, das wars ja eigentlich. Weil beim rest haste die Titel ja richtig, bzw. nix geschrieben. Und bei so kleine Festauftritten bringt es ja nix wenn ich dir nun die Liederliste durchreiche, weil das ja eh anders war.

Danke noch mal fürs Grüße ausrichten!
Und für den schönen Bericht!

Und wenn du in nächster Zeit mal her kommen möchtest (gibt da einige muSix Konzerte wo ich dann auch wieder bei bin *g*)... du weißt ja bescheid ;-)

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung